Erste Gruppe trifft sich wieder

Kitzingen 1: Reguläre Gruppentreffen wieder möglich

Als erste unserer Gruppen startet Kitzingen 1 ab dem 8. Juli 2021 wieder mit wöchentlichen Gruppenstunden. Wer an den Treffen teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen! Egal, ob du Betrofffene*r oder Angehörige*r bist, schon Erfahrung mit Gesprächsgruppen hast oder als Selbsthilfeneuling einfach mal reinschnuppern möchtest. Wir freuen uns darauf, dich in unserer Gruppe begrüßen zu dürfen.

ACHTUNG neue Uhrzeit: donnerstags 19 - 21 Uhr

Lediglich die Uhrzeit unserer Treffen wird dauerhaft um eine Stunde vorverlegt. Du findest uns donnerstags zukünftig also bereits um 19 Uhr im Caritashaus Kitzingen. 

Vor einem Erstbesuch bitten wir um kurze vorherige Kontaktaufnahme.

Alle Termine findest du auch in unserem Veranstaltungskalender:

Unsere neuen Flyer sind da

Kompakt & informativ

Auf der Vorstandssitzung des Kreuzbund Diözesanverband Würzburg präsentierte Arnd Rose die neuen Printmaterialien. Im Flyer findest du eine kompakte Übersicht über alle Gruppen des DV Würzburg, sowie unsere Infogruppen und die neuen virutellen Gruppenstunden.

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Flyer junger Kreuzbund Kitzingen

Poster DV Würzburg

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Wir brauchen deine Mithilfe:

Wir sind Viele, und doch kennen uns Viele noch nicht. Auch die schönsten Printmaterialien verteilen sich nicht von selbst. Damit die Infomaterialien auch die passenden Betrachter*innen finden, sind wir auf helfende Hände und fleißige Verteiler*innen angewiesen. 

Egal, ob beim Hausarzt, in Begegnungsstätten, Kliniken, Pfarrheimen, Supermärkten o.ä., jeder Einzelne kann helfen, dass andere Betroffene und Angehörige auf unser Hilfsangebot aufmerksam werden.

Kennst du passende Auslagestellen, schwarze Bretter oder weitere Multiplikatoren in deiner Nähe? Dann freuen wir uns über deine Unterstützung! Flyer und Poster senden wir gerne kostenlos zu. Nimm gerne Kontakt mit uns auf. 

Gruppengründung junger Kreuzbund

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Neue Gruppe für junge Suchtbetroffene & Angehörige in Kitzingen

Sucht ist keine Frage des Alters. Bereits in jungen Jahren können Alkohol- und Drogenmissbrauch zum „normalen“ Leben eines Jugendlichen oder jungen Erwachsenen gehören. Und neue Verhaltenssüchte, wie Medienabhängigkeit oder Gaming-Sucht verbreiten sich in der Altersgruppe bis 25 Jahren zusehends. Je früher sich schädliche Konsummuster etablieren, desto gravierender können die Folgen sein. Das macht Suchtprävention so wichtig und wertvoll.

Doch was tun, wenn bereits eine Abhängigkeit besteht?

Egal, ob es sich um Alkoholprobleme, Drogensucht, Medikamentenmissbrauch oder stoffungebundene Suchtarten wie Glückspiel, Medien-, Porno- oder Gaming-Sucht handelt, wir unterstützen Betroffene jeden Alters auf ihrem Weg hinaus aus der Sucht.

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Modellprojekt digitale Gruppenvorstellung

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Was geht, wenn coronabedingt nichts mehr geht?

Das fragten sich unsere Weggefährtinnen und Weggefährten, die normalerweise monatlich in Krankenhäusern und Suchtkliniken den Kreuzbund und unsere regionalen Gesprächsangebote vorgestellt haben. Eine wichtige Aufgabe, denn der Übergang und die Vernetzung von professionellen Suchthilfebehandlungen und -therapien mit ehrenamtlichen Selbsthilfeangeboten ist für Betroffene besonders hilfreich, um dauerhaft suchtmittelfrei zu leben.

Doch aufgrund der besonders strengend Hygiene- und Besuchsbestimmungen der Krankenhäuser, mussten unsere Gruppenvorstellungen zunächst notgedrungen pausieren. “Das darf kein Dauerzustand bleiben!”, waren sich Arnd Rose und Armin Reuther einig und stießen damit beim selbsthilfefreundlichen UKM Würzburg auf offene Ohren.

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Armins Suchtgeschichte


Saufen bis zum Tod? Oder einfach aufhören?

Erkenntnisse, Erfahrungen, Perspektiven und meine eigene Geschichte

“Alkoholiker sind Menschen, die einfach nicht zivilisiert mit Alkohol umgehen können. Deshalb sollten sie die Hände ganz vom Alkohol lassen, oder sich selbst zu Tode saufen”

Ich denke, eine solche, oder ähnliche Auffassung hat sich in der breiten Masse der Bevölkerung durchgesetzt. Es stimmt, dass Alkoholiker vom sozialen Umfeld nur schwer, oder gar nicht zu ertragen sind. Es stimmt, dass sich Alkoholiker zu Tode saufen können. Es stimmt, dass all die, die es schaffen, gänzlich auf Alkohol zu verzichten, nie wieder ein Alkoholproblem haben werden. Alkoholiker haben das Mittel Alkohol in ihre Lebensabläufe fest eingebaut. Nimmt man ihnen ihr Mittel weg, so bricht für sie eine ganze Welt zusammen. Nicht nur dass der Körper verrückt spielt, auch der Lebenssinn scheint verloren zu sein. Für Alkoholiker bedeutet Abstinenz -aufs Liebste zu verzichten und das Leben völlig neu zu organisieren-. Wem fällt so etwas schon leicht? Darum brauchen Alkoholiker Verständnis und begleitende Hilfe. Einfache Ratschläge, wie “Höre doch endlich auf zu  saufen” ,”Wenn du so weiter säufst…..”halfen da nur selten.

Es geht mir nicht darum, ein Übermaß für Alkoholmissbrauch  einzufordern, ich bin nur der Meinung, dass man Alkoholismus in seiner Komplexität verstehen muss, um mit  Betroffenen vorurteilsfrei, offen, ungehemmt reden und umgehen zu können.

Meine Geschichte:  

Ich hatte eine sehr glückliche Kindheit. Ich liebte meine Eltern und meine Eltern liebten mich. Rückblickend denke ich, meine Kindheit war völlig frei von Sorgen. Meine Eltern zeigten mir, wie schön Leben sein kann.  Aber sie zeigten mir auch, dass die Lebensfreude  und Lebenslust  durch Alkohol gesteigert werden kann. Frühzeitig verband ich positives Erleben mit Alkoholkonsum, 

Trinken aus familiären Anlässen. – Trinken in Kneipen, als eine Art Freizeitbeschäftigung. -usw. Da mir Alkohol immer wichtiger wurde, begab ich mich immer öfter an Orte, an denen Viele viel tranken. So entstand bei mir der Eindruck: “Ein Leben ohne Alkohol, das ist kein Leben” .Bald wurden für mich Freizeit und Alkohol zur untrennbaren Einheit.  Es war eine Zeit, in der ich hemmungslos und ohne jeglichen  kritischen Abstand Alkoholmissbrauch betrieb. Es war aber auch eine Zeit, die ich als überaus glücklich empfand und als solche in meiner Erinnerung gespeichert habe. Dass sich eine derartige Leichtlebigkeit irgendwann im Leben rächen könnte, kam mir nicht in den Sinn. 

Ich kam mit meinem Leben, trotz Alkoholmissbrauch, vorerst recht gut zurecht. Ich erlernte einen Beruf, leistete meinen Grundwehrdienst ab, gründete eine Familie und hatte einen geglückten  Berufseinstieg. Es vergingen viele Jahre, bis ich mich erstmals mit Kritiken zu meinem Trunkverhalten ernsthaft auseinandersetzen musste.  Anfangs glaubte ich, es sei Neid. Neid auf mein scheinbar sorgenfreies Leben. Entsprechend waren meine Reaktionen; selbstsicher und überheblich. Erst als es mir selbst auffiel, dass mit meinem Alkoholkonsum etwas nicht stimmen konnte, war ich bereit, etwas weniger zu trinken. Das morgendliche Zittern meiner Hände war immer stärker geworden. Es fiel mir zusehends schwerer, den vollen Arbeitstag zu überstehen. Ich versuchte also, weniger zu trinken. Was aber ist weniger? Nur noch 6 statt 10 Bier pro Tag? Es funktionierte nicht. Meine Abhängigkeit verstärkte sich zusehends. Bald brauchte ich meinen morgendlichen Schluck aus der Pulle, um über den Tag zu kommen. Später hielt ich es ohne nachzutrinken kaum noch länger als ein, zwei Stunden aus. Saufen wurde zum Stress.

“Wer, wenn es einem so schlecht geht, nicht aufhört zu saufen, ist selbst Schuld.” Das klingt logisch, ist aber, wie schon eingangs erwähnt, für einen Alkoholiker nicht so einfach. Der Prozess des Übergangs, vom angenehmen Missbrauch, zur belastenden, unerträglichen Krankheit, verläuft schleichend. Irgendwann hält sich Freud und Leid die Waage. Spätestens dann, müsste man eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung zur grundsätzlichen Veränderung der Lebensform. Eine Entscheidung für Lebensinhalte, die der Stimulation durch Alkohol nicht bedürfen. Ich traf diese Entscheidung damals nicht. Ich konnte mir ein Leben ohne Alkohol nicht vorstellen. Außerdem hatte ich Angst, erkannt zu werden. Ich fuhr nun viele Jahre die Achterbahn, mal ganz oben und dann wieder ganz unten.

Aus einem Tiefpunkt, den ich heute nicht mehr nachvollziehen kann, entschloss ich mich zu einem stationären Aufenthalt in ein Krankenhaus; mit dem festen Vorsatz danach weniger zu trinken und die Welt wäre wieder in Ordnung. Dass im Krankenhaus eine Entgiftung stattfand, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht.  Nach zwei Wochen Krankenhaus geschah eine Wende. Ich merkte, dass es auch Vorteile hat, ohne Alkohol zu leben. Keine Entzugserscheinungen mehr. Das war auch schon viel wert.  Mir wurde aber auch schmerzhaft bewusst, wie sehr meine Persönlichkeitsentwicklung durch den jahrelangen Alkoholmissbrauch gelitten hatte. Der Besuch eines Suchtberaters und die Einladung eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, gaben meinem  Leben die entscheidende Wende.  Im Kreise von Gleichgesinnten, nach  Inanspruchnahme von vielen Angeboten und nach Besuch von Seminaren, begann ich mein Leben neu zu organisieren. Immer wieder unterzog ich mein Verhältnis zum Alkohol einer kritischen Prüfung.

Heute geht es mir sehr gut. Ich kämpfe nicht mehr gegen den Alkohol. Ich glaube erkannt zu haben, dass all die Jahre nicht der Alkohol, sondern dass ich selbst mein Problem war. Meine Erfahrungen versuche ich an Andere weiterzugeben und erfahre immer wieder, dass es sich gelohnt hat. Ich kann jetzt akzeptieren, dass der Alkoholismus nicht wie ein Schicksal über mich hereinbrach, sondern, dass ich jahrelang versucht habe, meine Persönlichkeitsprobleme mit Alkohol zu korrigieren bzw. zu verdrängen. Ich habe mir meine Alkoholkrankheit durch leichtfertige Sauferei selbst eingebrockt. Dass manche Menschen trotz intensiven Alkoholmissbrauch nicht krank werden, ist für mich keine Rechtfertigung mehr. Ich beneide diese Menschen nicht.

Ich habe gelernt, für meinen Alkoholmissbrauch Verantwortung zu übernehmen.  Ich habe mein Leben umorganisiert. Ich kann mir nicht vorstellen, meine Gesundheit durch gedankenlosen Alkoholkonsum zu gefährden. Ich lebe angstfrei. Dies stärkt mein Selbstvertrauen ungemein.

von Armin Reuther    

ohneAlkohol
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Unsere neue Webseite

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Wir freuen uns, dich auf unserer brandneuen Webseite begrüßen zu dürfen! Hier erhältst du einen Überblick, was der Kreuzbund bietet und findest Infos zu unseren Gruppen in Kitzingen.

 

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