Selbsthilfefachtag Sucht und Gesundheit

"Über die Gefahr, sich nicht zu treffen. Anpassung der Sucht(selbst)hilfe an die Bedingungen der Pandemie."

Der Selbsthilfefachtag Sucht und Gesundheit findet am Freitag, den 11. Juni 2021 als virtuelle Veranstaltung statt. Spannende Fachvorträge und offene Austauschrunden rund um die derzeitige Situation und die Herausforderungen für die Suchtselbsthilfe. 

Im KVB Forum 5/2021 ist ein Artikel zum Selbsthilfefachtag erschienen. 

Online-Konferenz am 11. Juni 2021 von 11-18 Uhr

Ausführliche Infos und Anmeldung über die Selbsthilfekoordination Bayern. Anmeldungen sind ab dem 14. Mai möglich, die Teilnahme ist kostenlos.

Virtuelle Gemeinsamkeit gegen Einsamkeit

Veranstaltungstipp der SEKO online

….und dann kam CORONA. Wenn aus Abstand Einsamkeit wird.

Die Selbsthilfekoordination Bayern möchte mit dieser Veranstaltungsreihe Gelegenheit bieten, über eure Erfahrungen während der Pandemie zu sprechen und Raum bieten, über Einsamkeitsgefühle zu reden.

Diese virtuellen Gesprächsangebote setzen bewusst auf Gemeinsamkeiten, Austausch und Miteinander. Genau das, was während der letzten Monate coronabedingt oft leider zu kurz kam.

Bis Ende Mai findet jeden Donnerstagabend von 20.00 – 21.30 Uhr ein Online-Treffen statt, zu dem alle Selbsthilfeaktiven und Interessierten herzlich eingeladen sind.

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Unsere neuen Flyer sind da

Kompakt & informativ

Auf der Vorstandssitzung des Kreuzbund Diözesanverband Würzburg präsentierte Arnd Rose die neuen Printmaterialien. Im Flyer findest du eine kompakte Übersicht über alle Gruppen des DV Würzburg, sowie unsere Infogruppen und die neuen virutellen Gruppenstunden.

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Flyer junger Kreuzbund Kitzingen

Poster DV Würzburg

Wir brauchen deine Mithilfe:

Wir sind Viele, und doch kennen uns Viele noch nicht. Auch die schönsten Printmaterialien verteilen sich nicht von selbst. Damit die Infomaterialien auch die passenden Betrachter*innen finden, sind wir auf helfende Hände und fleißige Verteiler*innen angewiesen. 

Egal, ob beim Hausarzt, in Begegnungsstätten, Kliniken, Pfarrheimen, Supermärkten o.ä., jeder Einzelne kann helfen, dass andere Betroffene und Angehörige auf unser Hilfsangebot aufmerksam werden.

Kennst du passende Auslagestellen, schwarze Bretter oder weitere Multiplikatoren in deiner Nähe? Dann freuen wir uns über deine Unterstützung! Flyer und Poster senden wir gerne kostenlos zu. Nimm gerne Kontakt mit uns auf. 

Gruppengründung junger Kreuzbund

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Neue Gruppe für junge Suchtbetroffene & Angehörige in Kitzingen

Sucht ist keine Frage des Alters. Bereits in jungen Jahren können Alkohol- und Drogenmissbrauch zum „normalen“ Leben eines Jugendlichen oder jungen Erwachsenen gehören. Und neue Verhaltenssüchte, wie Medienabhängigkeit oder Gaming-Sucht verbreiten sich in der Altersgruppe bis 25 Jahren zusehends. Je früher sich schädliche Konsummuster etablieren, desto gravierender können die Folgen sein. Das macht Suchtprävention so wichtig und wertvoll.

Doch was tun, wenn bereits eine Abhängigkeit besteht?

Egal, ob es sich um Alkoholprobleme, Drogensucht, Medikamentenmissbrauch oder stoffungebundene Suchtarten wie Glückspiel, Medien-, Porno- oder Gaming-Sucht handelt, wir unterstützen Betroffene jeden Alters auf ihrem Weg hinaus aus der Sucht.

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Modellprojekt digitale Gruppenvorstellung

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Was geht, wenn coronabedingt nichts mehr geht?

Das fragten sich unsere Weggefährtinnen und Weggefährten, die normalerweise monatlich in Krankenhäusern und Suchtkliniken den Kreuzbund und unsere regionalen Gesprächsangebote vorgestellt haben. Eine wichtige Aufgabe, denn der Übergang und die Vernetzung von professionellen Suchthilfebehandlungen und -therapien mit ehrenamtlichen Selbsthilfeangeboten ist für Betroffene besonders hilfreich, um dauerhaft suchtmittelfrei zu leben.

Doch aufgrund der besonders strengend Hygiene- und Besuchsbestimmungen der Krankenhäuser, mussten unsere Gruppenvorstellungen zunächst notgedrungen pausieren. “Das darf kein Dauerzustand bleiben!”, waren sich Arnd Rose und Armin Reuther einig und stießen damit beim selbsthilfefreundlichen UKM Würzburg auf offene Ohren.

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Sucht-Selbsthilfekonferenz der DHS

Onlinekonferenz 28. - 29. Mai 2021

Erkner

Im Bildungszentrum Erkner fanden die früheren Suchtselbsthilfe-Konferenzen statt

Die DHS Sucht-Selbsthilfe Konferenz „Selbsthilfe dieses Mal digital“ findet vom 28. bis 29. Mai 2021 als Onlineveranstaltung statt. Live-Vorträge und Online-Workshops informieren über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in der Sucht-Selbsthilfe und sollen zum Austausch anregen.

Thematisiert werden aktuelle Entwicklungen in der Sucht-Selbsthilfe: Nach anfänglichen Bedenken gegenüber zu viel Technisierung besteht inzwischen eine große Offenheit gegenüber den Möglichkeiten der Digitalisierung in der Sucht-Selbsthilfe. Dazu werden Best Practice Beispiele vorgestellt. Die DHS Sucht-Selbsthilfe Konferenz stellt dar, wie vielfältig sich die Kommunikation ins Digitale verlagert, ohne dabei den Wert direkter zwischenmenschlicher Begegnungen aus den Augen zu verlieren. Auch digitale Selbsthilfeangebote auf Europäischer Ebene werden überblicksartig dargestellt.

Anmeldungen zur DHS Sucht-Selbsthilfe Konferenz sind voraussichtlich ab dem 01. April 2021 online möglich. Weitere Informationen dazu und Details zum Programm finden Sie in Kürze an dieser Stelle.

Übersicht und Anmeldung unter: https://event-punks.com/dhs-sucht-selbsthilfe-konferenz

Pressemitteilung – Selbsthilfegruppentreffen

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Selbsthilfe in Zeiten von Corona

Das Leben mit Corona prägt auch unsere Selbsthilfegruppen und stellt uns vor viele Herausforderungen. Wir konnten unsere gewohnten Gruppenstunden in den letzten Monaten leider nur in eingeschränkter Form anbieten. Während der Lockdowns mussten wir zum Schutz unserer Gruppenbesucher/innen auf reale Treffen sogar ganz verzichten.

Nicht nur der Kreuzbund Bundesverband sondern auch andere Verbände und Initiativen forderten wiederholt, die Berücksichtigung der besonderen Anforderungen der Suchtselbsthilfe und ihre Anerkennung als systemrelevantes Unterstützungsangebot für Betroffene und Angehörige. 

Sogar Petitionen wurden gestartet. Doch eine bundesweite klare Anerkennung der Selbsthilfe war dabei bisher leider nicht möglich. Auch wenn in anderen Regionen und Bistümern auch Kreuzbundgruppen als systemrelevant gelten und sich sogar mit mehr als fünf Personen treffen können, gibt es für unsere Region weiterhin Einschränkungen, wie aus der Pressemitteilung des Selbsthilfezentrums München (MSZ) hervorgeht.

Virtuelle Gruppenstunde wird gut angenommen

Was zunächst zugegebenermaßen als “Notlösung” während des Lockdowns entstand, hat sich wahrlich prächtig entwickelt. Bereits seit einigen Wochen bieten wir wöchentlich ein digitales Gesprächsangebot per Videokonferenz an. Auch wenn die Umgewöhnung und die neue Technik anfangs etwas Übung brauchten, sind wir doch sehr stolz auf Teilnehmer/innen aller Altersklassen, die regelmäßig an unserer virtuellen Gruppenstunde teilnehmen und sich mit uns über Suchterkrankungen und den Weg in ein suchtfreies Leben austauschen.

Eine tolle Erfahrung, die wir bewusst weiterführen möchten. Daher bleibt der virtuelle Gruppenabend per Videokonferenz Teil unseres Selbsthilfeangebotes. Auch du bist herzlich eingeladen!

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Wann: mittwochs ab 19 Uhr

Ort: virtuelle Onlinekonferenz per Jitsi-Meet

Ansprechpartner: Armin Reuther, Tel: 0171/1254262 oder info@kreuzbund-kitzingen.de

Anmeldung: bitte kurz per Email oder telefonisch Kontakt aufnehmen, dann werden die Teilnahme-Infos zugesandt, die Teilnahme ist kostenlos.

Corona Pandemie

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Wichtig für alle Gruppenstunden-

Interessierte:

Gruppentreffen unserer

drei Selbsthilfegruppen

finden ab 1. November 2020 aufgrund der

Cordona-Pandemie nicht statt. Weitere

Informationen zeitnah und

unter der Telefonnummer: 01711254262

Armins Suchtgeschichte


Saufen bis zum Tod? Oder einfach aufhören?

Erkenntnisse, Erfahrungen, Perspektiven und meine eigene Geschichte

“Alkoholiker sind Menschen, die einfach nicht zivilisiert mit Alkohol umgehen können. Deshalb sollten sie die Hände ganz vom Alkohol lassen, oder sich selbst zu Tode saufen”

Ich denke, eine solche, oder ähnliche Auffassung hat sich in der breiten Masse der Bevölkerung durchgesetzt. Es stimmt, dass Alkoholiker vom sozialen Umfeld nur schwer, oder gar nicht zu ertragen sind. Es stimmt, dass sich Alkoholiker zu Tode saufen können. Es stimmt, dass all die, die es schaffen, gänzlich auf Alkohol zu verzichten, nie wieder ein Alkoholproblem haben werden. Alkoholiker haben das Mittel Alkohol in ihre Lebensabläufe fest eingebaut. Nimmt man ihnen ihr Mittel weg, so bricht für sie eine ganze Welt zusammen. Nicht nur dass der Körper verrückt spielt, auch der Lebenssinn scheint verloren zu sein. Für Alkoholiker bedeutet Abstinenz -aufs Liebste zu verzichten und das Leben völlig neu zu organisieren-. Wem fällt so etwas schon leicht? Darum brauchen Alkoholiker Verständnis und begleitende Hilfe. Einfache Ratschläge, wie “Höre doch endlich auf zu  saufen” ,”Wenn du so weiter säufst…..”halfen da nur selten.

Es geht mir nicht darum, ein Übermaß für Alkoholmissbrauch  einzufordern, ich bin nur der Meinung, dass man Alkoholismus in seiner Komplexität verstehen muss, um mit  Betroffenen vorurteilsfrei, offen, ungehemmt reden und umgehen zu können.

Meine Geschichte:  

Ich hatte eine sehr glückliche Kindheit. Ich liebte meine Eltern und meine Eltern liebten mich. Rückblickend denke ich, meine Kindheit war völlig frei von Sorgen. Meine Eltern zeigten mir, wie schön Leben sein kann.  Aber sie zeigten mir auch, dass die Lebensfreude  und Lebenslust  durch Alkohol gesteigert werden kann. Frühzeitig verband ich positives Erleben mit Alkoholkonsum, 

Trinken aus familiären Anlässen. – Trinken in Kneipen, als eine Art Freizeitbeschäftigung. -usw. Da mir Alkohol immer wichtiger wurde, begab ich mich immer öfter an Orte, an denen Viele viel tranken. So entstand bei mir der Eindruck: “Ein Leben ohne Alkohol, das ist kein Leben” .Bald wurden für mich Freizeit und Alkohol zur untrennbaren Einheit.  Es war eine Zeit, in der ich hemmungslos und ohne jeglichen  kritischen Abstand Alkoholmissbrauch betrieb. Es war aber auch eine Zeit, die ich als überaus glücklich empfand und als solche in meiner Erinnerung gespeichert habe. Dass sich eine derartige Leichtlebigkeit irgendwann im Leben rächen könnte, kam mir nicht in den Sinn. 

Ich kam mit meinem Leben, trotz Alkoholmissbrauch, vorerst recht gut zurecht. Ich erlernte einen Beruf, leistete meinen Grundwehrdienst ab, gründete eine Familie und hatte einen geglückten  Berufseinstieg. Es vergingen viele Jahre, bis ich mich erstmals mit Kritiken zu meinem Trunkverhalten ernsthaft auseinandersetzen musste.  Anfangs glaubte ich, es sei Neid. Neid auf mein scheinbar sorgenfreies Leben. Entsprechend waren meine Reaktionen; selbstsicher und überheblich. Erst als es mir selbst auffiel, dass mit meinem Alkoholkonsum etwas nicht stimmen konnte, war ich bereit, etwas weniger zu trinken. Das morgendliche Zittern meiner Hände war immer stärker geworden. Es fiel mir zusehends schwerer, den vollen Arbeitstag zu überstehen. Ich versuchte also, weniger zu trinken. Was aber ist weniger? Nur noch 6 statt 10 Bier pro Tag? Es funktionierte nicht. Meine Abhängigkeit verstärkte sich zusehends. Bald brauchte ich meinen morgendlichen Schluck aus der Pulle, um über den Tag zu kommen. Später hielt ich es ohne nachzutrinken kaum noch länger als ein, zwei Stunden aus. Saufen wurde zum Stress.

“Wer, wenn es einem so schlecht geht, nicht aufhört zu saufen, ist selbst Schuld.” Das klingt logisch, ist aber, wie schon eingangs erwähnt, für einen Alkoholiker nicht so einfach. Der Prozess des Übergangs, vom angenehmen Missbrauch, zur belastenden, unerträglichen Krankheit, verläuft schleichend. Irgendwann hält sich Freud und Leid die Waage. Spätestens dann, müsste man eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung zur grundsätzlichen Veränderung der Lebensform. Eine Entscheidung für Lebensinhalte, die der Stimulation durch Alkohol nicht bedürfen. Ich traf diese Entscheidung damals nicht. Ich konnte mir ein Leben ohne Alkohol nicht vorstellen. Außerdem hatte ich Angst, erkannt zu werden. Ich fuhr nun viele Jahre die Achterbahn, mal ganz oben und dann wieder ganz unten.

Aus einem Tiefpunkt, den ich heute nicht mehr nachvollziehen kann, entschloss ich mich zu einem stationären Aufenthalt in ein Krankenhaus; mit dem festen Vorsatz danach weniger zu trinken und die Welt wäre wieder in Ordnung. Dass im Krankenhaus eine Entgiftung stattfand, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht.  Nach zwei Wochen Krankenhaus geschah eine Wende. Ich merkte, dass es auch Vorteile hat, ohne Alkohol zu leben. Keine Entzugserscheinungen mehr. Das war auch schon viel wert.  Mir wurde aber auch schmerzhaft bewusst, wie sehr meine Persönlichkeitsentwicklung durch den jahrelangen Alkoholmissbrauch gelitten hatte. Der Besuch eines Suchtberaters und die Einladung eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, gaben meinem  Leben die entscheidende Wende.  Im Kreise von Gleichgesinnten, nach  Inanspruchnahme von vielen Angeboten und nach Besuch von Seminaren, begann ich mein Leben neu zu organisieren. Immer wieder unterzog ich mein Verhältnis zum Alkohol einer kritischen Prüfung.

Heute geht es mir sehr gut. Ich kämpfe nicht mehr gegen den Alkohol. Ich glaube erkannt zu haben, dass all die Jahre nicht der Alkohol, sondern dass ich selbst mein Problem war. Meine Erfahrungen versuche ich an Andere weiterzugeben und erfahre immer wieder, dass es sich gelohnt hat. Ich kann jetzt akzeptieren, dass der Alkoholismus nicht wie ein Schicksal über mich hereinbrach, sondern, dass ich jahrelang versucht habe, meine Persönlichkeitsprobleme mit Alkohol zu korrigieren bzw. zu verdrängen. Ich habe mir meine Alkoholkrankheit durch leichtfertige Sauferei selbst eingebrockt. Dass manche Menschen trotz intensiven Alkoholmissbrauch nicht krank werden, ist für mich keine Rechtfertigung mehr. Ich beneide diese Menschen nicht.

Ich habe gelernt, für meinen Alkoholmissbrauch Verantwortung zu übernehmen.  Ich habe mein Leben umorganisiert. Ich kann mir nicht vorstellen, meine Gesundheit durch gedankenlosen Alkoholkonsum zu gefährden. Ich lebe angstfrei. Dies stärkt mein Selbstvertrauen ungemein.

von Armin Reuther    

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Unsere neue Webseite

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Wir freuen uns, dich auf unserer brandneuen Webseite begrüßen zu dürfen! Hier erhältst du einen Überblick, was der Kreuzbund bietet und findest Infos zu unseren Gruppen in Kitzingen.

 

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